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Erstmals adaptiert das ZDF eine argentinische Telenovela. In LENA - LIEBE MEINES LEBENS - ab 20. September 2010 täglich 16.15 Uhr im ZDF - erliegt der erfolgreiche Komponist dem Charme und Liebreiz einer jungen Frau... |
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Roland Suso Richter
ist einer der erfolgreichsten deutschen Regisseure, der großes Kino und spannende Fernsehunterhaltung gleichermaßen beherrscht.
„14 TAGE LEBENSLÄNGLICH" war ein Beweis dafür, daß im deutschen Kinofilm auch wieder emotionaler Starkstrom erzeugt werden kann. In diesem versiert inszenierten, spannungsgeladenen Drama überzeugt vor allem Kai Wiesinger mit einem gelungenen Image-Wechsel, der wie der Film insgesamt, richtungs-weisend für die Zukunft sein könnte - oder sogar sollte.“ (Blickpunkt:Film)
Regisseur dieses spannungsgeladenen Dramas, das am 3.4.1997 bundesweit gestartet wurde, ist ROLAND SUSO RICHTER, der Filmkritik und Publikum nicht zum ersten Mal derartig begeistert. Schon 1985, als sein erster, abend-füllender Spielfilm KOLP nach Cannes eingeladen wurde, war zu lesen: „Es geschieht äusserst selten, daß ein junger Regisseur mit seinem ersten Werk zu den Filmfestspielen in Cannes eingeladen wird. Roland Suso Richter ist neben Roman Polanski der einzige, der das von sich behaupten kann.“
Learning by doing könnte über der Biographie von Roland Suso Richter stehen: Nach dem Abitur begann ein Praktikum im Studiobereich (Kamera und Licht) einer Hamburger Videoproduktion; 81 folgte ein Engage-ment als Schauspieler für die Theateruraufführung der „Feuerzangenbowle“ in München - übrigens zusammen mit Heiner Lauterbach; 82 ging es weiter als Redakteur und Aufnahmeleiter für 25 Kurzfilme (Bundesanstalt für Arbeit), als Inspizient bei einer Theatertournee durch Deutschland und als Statist in Fassbinders DIE SEHNSUCHT DER VERONIKA VOSS; 83 folgte das Actors Studio und ein Regiekurs in New York; von 84 bis 86 übernahm Roland Suso Richter die Produktions- bzw. Aufnahmeleitung bei drei Nico Hofmann-Filmen (KRIEG MEINES VATERS, DER POLENWEIHER, LAND DER VÄTER, LAND DER SÖHNE) und arbeitete an KRIEG MEINES VATERS auch als Cutter. Dazwischen lag - im Herbst 84 - die Aufnahmeleitung bei einer amerikanischen Produktion von Douglas Trumbull.
Irgendwann dazwischen entstand 82 der erste eigene Kurzfilm ÜBERFLÜSSIG und 83 KOLP. Ab 84 war Roland Suso Richter vorwiegend - und sehr erfolgreich - als Regisseur tätig:
NUR FRAUEN, KEIN LEBEN mit Heiner Lauterbach (85, Kino), AUF DEM ATLANTIK (87, Dokumentation), 5 Folgen ALLES PALETTI (88/89 ARD), FROHES FEST LUCIE (91 ARD), 6 Folgen FREUNDE FÜRS LEBEN (92 ZDF), MITSOMMERNACHT (93 ZDF), ALLES AUSSER MORD - Mann im Mond (93) und Im Namen der Nelke (94 PRO 7), SAMSTAG, WENN KRIEG IST (93 ARD), DAGOBERT (94 SAT 1) SVENS GEHEIMNIS (94, ARD Reihe „Wilde Herzen“), RISIKO:NULL (95 SAT 1).
KOLP erhielt übrigens 1985 den Jugendvideopreis und Nominierungen für den Bayerischen und den Bundesfilmpreis; 1996 gab es für SVENS GEHEIMNIS den Rocky Award Best Made-For-TV Movie beim Banff TV Festival, den Erich-Kästner-Fernsehpreis und eine Nominierung für den Goldenen Löwen.
Mit zwei engagierten Produktionen zeigte Roland Suso Richter im März/April 1997 eindrucksvoll seine Qualität als Regisseur und zwar sowohl für Fernseh-Filme als auch für die große Cinemascope-Leinwand. BUDDIES (mit Jürgen Vogel, Gregor Törzs, Pierre Besson), am 1.4. um 20.15 Uhr bei SAT 1, erzählt die Geschichte dreier junger Typen, die - unbeleckt von jeglicher Moral - durch telefonische Warentermingeschäfte reiche Kunden um’s große Geld bringen. Im Kinofilm 14 TAGE LEBENSLÄNGLICH gerät ein cooler Karriere-Anwalt nach lässigem Einpassieren zur 14tägigen, freiwilligen Erzwingungshaft an gnadenlose Mithäftlinge und in den harten, lebensgefährlichen Vollzug.
Kino hat in Deutschland wieder Zukunft und mit ambitionierten, jungen und mutigen Produzenten lassen sich - siehe 14 TAGE LEBENSLÄNGLICH - Projekte entwickeln, die den Machern UND dem Publikum gefallen! Roland Suso Richter will möglichst frei von Zwängen radikale und wahrhaftige Geschichten erzählen und seine Vorstellungen konsequent durchziehen. Wie dies auch bei knappem Budget möglich ist, weiß er - nach seinen umfassenden Erfahrungen in allen Produktions-Bereichen - sehr genau, und er läßt sich dabei auch auf keine Diskussionen ein. Die Low-Budget-Kinoproduktion SARA AMERIKA, die noch im März 97 beginnt, ist für ihn der Weg zurück zu den Wurzeln.
1997/98 arbeitete Roland Suso Richter an zwei großen Fernsehfilmen, beide Male mit Götz George:
DIE BUBI SCHOLZ-STORY (Sendetermine Neujahr 1998) und MENGELE (1999).
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